Was macht ein Fachbetrieb für Einbruchschutz?
Mechanischer Einbruchschutz sichert Türen, Fenster und Kellerzugänge mit geprüften Schlössern, Beschlägen, Zusatzverriegelungen und Gittern so, dass ein Einbruch mehr Zeit, Lärm und Werkzeug erfordert.
Einbruch gehört gemäss Schweizerischer Kriminalprävention (SKP) zu den häufigsten Delikten in der Schweiz. Täter wählen den Weg des geringsten Widerstands – offene Kellerfenster, gekippte Fenster, Terrassentüren – und arbeiten oft mit einfachem Werkzeug wie Schraubenziehern. Mechanische Sicherungen setzen genau dort an: Sie erhöhen den Zeitaufwand so weit, dass viele Täter aufgeben.
Wirksam ist nicht ein einzelnes Produkt, sondern die Kombination aus Verhalten, Mechanik und allenfalls Elektronik. Der Verein Sicheres Wohnen Schweiz beschreibt Einbruchschutz als Hürdenlauf: Je mehr Hindernisse, desto eher lässt ein Täter ab. Für Neu- und Umbauten gelten geprüfte Türen und Fenster ab Widerstandsklasse RC 2 nach EN 1627 als guter Grundschutz; bei Nachrüstungen müssen Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag zusammenpassen.
Bevor Sie investieren, lohnt sich eine unabhängige Beratung: Viele Kantons- und Stadtpolizeien bieten eine Sicherheitsberatung an, bei der Fachleute die Wohnung oder das Haus besichtigen. Ein Fachbetrieb setzt die Empfehlungen dann um und kann offerieren, was die einzelnen Massnahmen kosten.
Kosten und Abrechnung
Einbruchschutz wird nach Offerte verrechnet: Material pro Tür oder Fenster und Montagezeit. Die Spanne ist gross, weil ein Schutzbeschlag etwas ganz anderes ist als eine neue Wohnungstür. Lassen Sie die Massnahmen einzeln aufführen und priorisieren, damit Sie schrittweise vorgehen können. Eine vorgängige polizeiliche Sicherheitsberatung hilft, Offerten zu beurteilen.