Was macht ein Fachbetrieb für Sicherheitstüren?
Eine Sicherheitstür ist eine einbruchhemmende Tür, deren Türblatt, Zarge, Schloss, Beschlag und Bänder als Einheit geprüft sind und einer Widerstandsklasse nach EN 1627 entsprechen.
Eine Sicherheitstür ist mehr als eine dicke Tür mit gutem Zylinder: Geprüft wird die ganze Einheit, einschliesslich Zarge, Verankerung in der Wand, Bänder und Mehrfachverriegelung. Erst der fachgerechte Einbau macht aus dem geprüften Produkt eine sichere Tür – ein Element der Klasse RC 2, das schlecht verankert ist, erreicht seine Klasse nicht.
In Mehrfamilienhäusern betreffen Wohnungstüren oft auch Brandschutz und Schallschutz. Wer eine Wohnungstür im Treppenhaus ersetzt, muss die Brandschutzanforderungen des Gebäudes einhalten und braucht im Stockwerkeigentum häufig einen Beschluss der Gemeinschaft, weil die Tür das Erscheinungsbild des Treppenhauses betrifft.
Im Alltag und in der Westschweiz («porte blindée») ist auch von Panzertüren die Rede; gemeint ist meist dasselbe – entscheidend ist die geprüfte Widerstandsklasse, nicht der Name. Sicherheitstüren werden je nach Betrieb von Schlossern, Metallbauern oder Schreinereien geliefert und montiert. Entscheidend ist, dass der Betrieb Prüfzeugnis und Montageanleitung des Herstellers einhält und die Montage dokumentiert.
Kosten und Abrechnung
Eine Sicherheitstür wird als Gesamtpaket aus Element, Montage und Anpassungsarbeiten offeriert; dazu kommen Entsorgung und allenfalls Maler- oder Maurerarbeiten. Höhere Widerstandsklassen, Brandschutzanforderungen und Sondermasse treiben den Preis. Vergleichen Sie Offerten nur bei gleicher Klasse und gleichem Leistungsumfang.